»Spazierensehen«

Bemalte Wände in der Kinderchirurgischen. MAINZ (red) – Im Januar dieses Jahres musste die Kinderchirurgie die lieb gewonnenen und ebenfalls von den beiden Künstlern Frederike Caroline Bachmann und Klaus Müller vor einigen Jahren bemalten Räumlichkeiten im Chirurgiegebäude verlassen und in die Kinderklinik umziehen. Schnell war klar, dass die kahlen Wände dort wieder von den gleichen Künstlern bemalt werden sollten, was dann auch in vier Monaten – jeweils an zwei Tagen pro Woche – erfolgte.

Da der Alltag auf Station und Chefetage weiterging, wurden die Künstler von Kindern und Eltern oft bei der Arbeit bestaunt und auch mal als Clowns angesehen, die da so bunte Figuren an die Wände malten. Auch durften die Kinder zum Teil selbst mit Hand anlegen und ihre eigenen Ideen einbringen.

Im Beisein der beiden Künstler wurden die fertigen Bemalungen nun in Anwesenheit des Direktors der Klinik, Prof. Dr. Felix Schier, und der Vorsitzenden des STERNTALER e.V. zur Förderung der Kinderchirurgie, Anne Kremser, offiziell übergeben. Die Künstler erläuterten ihre Arbeiten, die mit lustigen Motiven, bunten Kreisen und freundlichen Farben Hoffnung und Zuversicht ausstrahlen und – laut Schier – die Kinder zum „spazierensehen“ anregen sollen, um von den Schmerzen und Ängsten abzulenken, die nun einmal mit Krankenhausaufenthalten und Operationen verbunden sind. Da das Klinikum für solche Maßnahmen nur sehr begrenzte Mittel hat, bezuschusste der Verein STERNTALER e.V. die Gesamtsumme von rund 10000 Euro mit einem Betrag von 7350 Euro.

Bei dieser Gelegenheit wurde von Sterntaler e.V. auch eine Anzahl Bücher an die Kinderchirurgie übergeben, in denen in Text und Bild anschaulich der Ablauf in der Klinik von der Aufnahme über Vorbereitung, Durchführung und Beendigung der Operation bzw. des Krankenhausaufenthaltes dargestellt wird. So können Eltern sich mit ihren Kindern durch gemeinsames Vorlesen und Betrachten gezielt auf einen Krankenhausaufenthalt vorbereiten, den Klinikalltag kennen lernen, Ängste abbauen und beruhigt dem entgegensehen, was kommen wird.

Quelle: Mainzer Wochenblatt
(redaktioneller Beitrag von A. Kremser)

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